„Plant for the Planet“ Skulptur der Steinmetzschule am Floßhafen

Wer künftig in Aschaffenburg auf der Straße „Am Floßhafen“ unterwegs ist, trifft an der Einmündung der Zufahrt zur Wohnmobil-Entsorgungsstation zwangsläufig eine „Entscheidung“. So heißt das dort an der „Allee der Nachhaltigkeit“ am Sonntag von Bürgermeisterin Jessica Euler eingeweihte Denkmal aus Mainsandstein. Es geht aber nicht um das bloße „Antreffen“, sondern um das Treffen einer Entscheidung durch nachhaltiges Handeln im Alltag zur Rettung der Lebensgrundlagen auf der Erde. Deshalb ist das in der Steinmetzschule entstandene Objekt der Initiative „Plant for the Planet“ gewidmet.

Enworfen wurde es vom Meisterschüler Simon Schauer, der aus Verletzungsgründen aber nicht selbst Hand anlegen konnte. So entstand zur Freude von Widmungsträger-Präsidentin und Klimabotschafterin Lena Ostertag ein Gemeinschaftsprojekt: in handwerklicher Hinsicht durch den gesamten Meisterkurs und in puncto Förderung durch das städtische Gartenamt, die Aschaffenburger Wirtschaftsjunioren, den Anna-Verein und den Rotary-Club Alzenau-Schöllkrippen. Auch das Medienhaus „Main Echo“ ist beteiligt – zumindest unterirdisch: In einer vergrabenen Zeitkapsel verbirgt sich neben einem Corona Test-Beleg auch das Titelbild einer aktuellen „Main Echo“ Ausgabe.

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.

Weisheit der Cree-Indianer

In unserem jetzigen Zeitgeschehen kann man sehen, wie uns die Gier nach immer mehr in unserer Konsumgesellschaft mit enormer Geschwindigkeit überrollt. Im Grunde wirkt jeder Einzelne von uns daran mit, einfach weil wir zu bequem geworden sind. Ähnlich der Wirkung einer Droge hat der globale Konsum eine Sogwirkung, der sich kaum einer entgegenstemmen kann. Um zu einem bewahrenden Leben zurückzukehren, müssen wir unsere Wurzeln betrachten, anstatt immer nur die Oberfläche aufzupolieren und zu schönen.
Der Baum, unser Bruder, leidet unter unserem maßlosen Leben. Er lebt von unserem Atem und gibt uns durch seinen Atem den lebensnotwendigen Sauerstoff zurück. So der gesunde Kreislauf der Natur, der durch unsere Maßlosigkeit empfindlich gestört ist. Die Wälder leiden Qualen, wodurch gleichzeitig andere Lebewesen und letztlich auch wir mit ins Verderben gestürzt werden.
Betrachten wir unsere Städte, so sehen wir Beton, Pflaster, die Natur wird zurückgedrängt. Alles soll glatt und sauber aussehen, geschnitten und gemäht, schön … Aber was ist Schönheit? Wer definiert dies? ‚Schön‘ kann nur bedeuten, wenn wir Luft zum Atmen haben, ein Klima, das verträglich ist und Leben in seiner ganzen großen bunten Vielfalt stattfinden kann.
Dafür steht das Denkmal „ENTSCHEIDUNG“.

Dieses Denkmal soll uns zeigen, dass wir selbst unsere Zukunft in der Hand haben!